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auf- und hinauswachsen
Cover: Berti, du schaffst das schon!

Berti – Geschichten zum Starkwerden · Band 1

Berti, du schaffst das schon!

Eine Mutmachgeschichte über Selbstvertrauen und die Kraft der inneren Stimme

Von Sophie Schlegel

  • Autonomie
  • Selbstvertrauen
  • Partizipation
  • Konfliktlösung
Alter
zum Vorlesen ab 3 Jahren, zum Selbstlesen ab 7 Jahren
Im Buch
Ausmalbild und Urkunde zum Ausfüllen: „Das kann ICH schon alles ganz allein!“
Format
Taschenbuch, 21 × 21 cm, 27 Seiten
Erschienen
28. März 2026
ISBN
979-8253220023

Ein Buch unserer Redakteurin, im Selbstverlag erschienen. Der Link führt zu Amazon; wir erhalten dafür keine Provision.

Blättern Sie ins Buch

Leseprobe: Seiten 3–7 von 27

  1. Cover: Berti, du schaffst das schon!, von Sophie Schlegel.
  2. Leseprobe · Band 1

    Berti, du schaffst das schon!

    Eine Mutmachgeschichte über Selbstvertrauen und die Kraft der inneren Stimme

    Der Anfang der Geschichte

  3. Seite 3: Illustration: Berti, ein kleiner grauer Hase mit Brille und karierter Latzhose, steht lächelnd in der offenen Haustür.
  4. Seite 4: Der kleine Hase Berti kam heute von seiner Spielgruppe nach Hause. Mama Hase wartete in der Küche schon auf ihn. Als Berti ins Hasenhaus kam, rief er schon ganz erschöpft:
  5. Seite 5: „Heute ist es so heiß draußen, ich habe einen riesigen Durst!“ Berti rannte schnell in die Küche zu Mama Hase. Auf dem Tisch standen schon ein Glas und eine Wasserflasche bereit.
  6. Seite 6: Berti fragte Mama Hase, ob er sich das Wasser selbst in den Becher füllen dürfe. „Du kannst es gerne einmal ausprobieren, ich glaube, du schaffst das schon!“, sagte Mama Hase.
  7. Seite 7: Berti nahm die Wasserflasche und schüttete das Wasser vorsichtig in den Becher.
  8. Wie geht es weiter?

    Ob Berti das Wasser ganz allein einschenken kann? Und was macht er, als ihn die großen Hasen in der Spielgruppe auslachen? Da hört er zum ersten Mal eine leise Stimme ...

    Das ganze Buch mit Ausmalbild und Urkunde: 27 Seiten, 9,99 €

    Bei Amazon ansehen
  9. Rückseite des Buchs Berti, du schaffst das schon! mit Klappentext.

Worum es geht

Berti schenkt sich zum ersten Mal selbst Wasser ein, putzt allein die Zähne und wäscht sein Gesicht. Mama und Papa Hase trauen es ihm zu und lassen ihn ausprobieren - auch wenn ein paar Tropfen danebengehen.

In der Spielgruppe lachen ihn die größeren Hasen aus: Er sei viel zu klein, um sich selbst die Hose anzuziehen. Berti verliert den Mut. Da hört er zum ersten Mal Inne, die ihm zuflüstert: „Du schaffst das schon!“ - und erinnert sich an alles, was er schon geschafft hat.

Zahlen und Fakten

Was die Forschung zeigt

Die Zahlen stammen aus Studien in verschiedenen Ländern und Altersgruppen. Bei jeder steht deshalb, woher sie kommt und um welches Alter es geht.

  • 1 von 8

    In einer Studie aus Vantaa (Finnland) gaben Kita-Fachkräfte an, dass etwa jedes achte Kind zwischen drei und sechs Jahren an Mobbing beteiligt war: als Opfer, als Täter oder beides. Am häufigsten war Ausgrenzen, etwa beim Spielen.

    Kirves & Sajaniemi 2012, 6.910 Kinder

  • 3 bis 8 Jahre

    In diesem Alter sprechen Kinder regelmäßig laut mit sich selbst, beim Spielen oder wenn etwas knifflig wird. Das gehört bei fast allen Kindern zur Entwicklung, wenn auch unterschiedlich oft. Später wird es meist leiser, ganz verschwindet es nie.

    Alderson-Day & Fernyhough 2015, Forschungsüberblick

  • Laut denken

    In einer US-Studie mit über 2.000 Kindern und Jugendlichen von 5 bis 17 Jahren schnitten die jüngsten Kinder, die bei einer Denkaufgabe laut mit sich sprachen, eher besser ab. Bei den Älteren hing das nicht mehr mit der Leistung zusammen.

    Winsler & Naglieri 2003, 2.156 Kinder und Jugendliche

  • Batman-Effekt

    In einem US-Experiment mit 180 Vier- und Sechsjährigen blieben Kinder länger an einer langweiligen Aufgabe dran, obwohl daneben ein Spiel lockte, wenn sie sich als Figur wie Batman verkleideten und fragten: „Arbeitet Batman fleißig?“ statt „Arbeite ich fleißig?“.

    White u. a. 2017, 180 Kinder

Studien im Einzelnen

Pädagogischer Hintergrund

Was hinter der Geschichte steckt

Zwischen zwei und vier Jahren wollen viele Kinder vieles „selber machen“. Diese Zeit heißt oft Trotzphase - treffender ist Autonomiephase: Kinder entdecken, dass sie selbst etwas bewirken können. Berti erlebt genau das beim Wasser-Einschenken und Zähneputzen.

Der Psychologe Albert Bandura nannte die Überzeugung, eine Aufgabe aus eigener Kraft zu schaffen, Selbstwirksamkeit. Sie wächst vor allem durch eigene Erfolgserlebnisse, außerdem durch Ermutigung von anderen. Beides steckt im Buch: Als die Großen ihn auslachen, erinnert sich Berti an das, was er schon geschafft hat - und hört den Zuspruch, den er von Mama und Papa kennt, nun von Inne.

Inne steht für etwas, das Kinder wirklich tun: Viele Kinder im Kita-Alter sprechen beim Spielen und bei schwierigen Aufgaben laut mit sich selbst. Diese Selbstgespräche helfen ihnen, ihr Handeln zu steuern, und werden mit der Zeit zur leisen inneren Stimme. Inne macht diesen Vorgang für Kinder sichtbar.

Auch Mama und Papa Hase zeigen etwas: Sie trauen Berti etwas zu, lassen ihn ausprobieren und halten aus, dass ein paar Tropfen danebengehen. Zutrauen und Fehler aushalten gehören zusammen.

Quellen

Für Familien

Nach dem Vorlesen

Fragen, die ins Gespräch führen - als Einladung, nicht als Abfrage:

  • Was hat Berti heute ganz allein geschafft? Und was hast du schon allein geschafft?
  • Wie hat sich Berti gefühlt, als die Großen gelacht haben?
  • Was sagt Inne zu Berti? Was könnte deine innere Stimme zu dir sagen?

Und für den Alltag:

  • Kleine Aufgaben zutrauen, wie Mama und Papa Hase: Wasser einschenken, Tisch decken, Jacke anziehen - und Kleckern aushalten.
  • Die Urkunde aus dem Buch gemeinsam ausfüllen und sichtbar aufhängen.
  • Einen eigenen Mutmachsatz finden, den Ihr Kind sich in schwierigen Momenten sagen kann.

Für Kita und Kindertagespflege

In der Gruppe

  • Eine „Das kann ich schon“-Runde im Morgenkreis: Jedes Kind erzählt oder zeigt, was es neu allein schafft.
  • Mutmachsätze sammeln und auf Karten malen, die sich Kinder selbst sagen können - wie Inne.
  • Alltagsaufgaben bewusst abgeben: Getränke einschenken, Tisch decken, Jacke anziehen - mit Zeit und ohne Eile.
  • Wenn Ältere Jüngere auslachen: mit der Gruppe darüber sprechen, wie sich Berti dabei gefühlt hat und was ihm geholfen hätte.

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