Rechner · Für Eltern
Kita-Schlaf-Rechner
Wann sollte bei Ihrem Kind abends das Licht ausgehen? Der Rechner bezieht ein, was andere Schlafrechner auslassen: den Mittagsschlaf in der Kita. Dauert eine Minute.
Ihr Ergebnis
Guter Startwert für Licht aus
Uhr
Empfohlener Bereich: bis Uhr
So sieht es heute aus
Unsere Einschätzung
Ihr Kind bekommt rechnerisch weniger Schlaf als empfohlen
Mit der heutigen Licht-aus-Zeit liegt Ihr Kind unter der empfohlenen Mindestmenge an Schlaf für sein Alter. Mehr Schlaf ist deshalb ein sinnvolles erstes Ziel, auch wenn Ihr Kind gerade unauffällig wirkt. Schlafmangel zeigt sich bei Kita-Kindern nicht nur durch Müdigkeit, sondern oft auch durch Quengeln, Weinerlichkeit oder auffällige Unruhe.
- Licht aus schrittweise vorverlegen, etwa 15 Minuten pro Schritt. Ist Ihr Kind zur neuen Zeit noch nicht müde, bleiben Sie ein paar Tage länger beim aktuellen Schritt.
- Morgens möglichst immer zur gleichen Zeit aufstehen, auch am Wochenende - Abweichungen von mehr als 30 bis 45 Minuten können das Einschlafen erschweren.
- Eine Stunde vor dem Einschlafen keine Bildschirme mehr, das Licht abends dimmen.
- Schläft Ihr Kind mittags in der Kita, ist dieser Schlaf jetzt eher hilfreich: den Mittagsschlaf nicht kürzen, solange Ihr Kind insgesamt unter der empfohlenen Menge liegt.
- Ein bis zwei Wochen lang notieren, wann Ihr Kind einschläft und aufwacht. So sehen Sie, ob sich etwas verändert.
Grundlage: BIÖG: Schlafmangel erkennen , BVKJ 2026 , BIÖG: Schlafvoraussetzungen , DGSM 2014
Ihr Kind liegt länger im Bett, als es wahrscheinlich schlafen kann
Mit der heutigen Licht-aus-Zeit hat Ihr Kind mehr Zeit im Bett, als Kinder in diesem Alter üblicherweise schlafen. Wird ein Kind früher ins Bett gebracht, als es seinem Schlafbedarf entspricht, kann das Probleme beim Ein- und Durchschlafen bringen - oder es ist morgens entsprechend früher wach. Eltern schätzen den Schlafbedarf ihres Kindes häufig höher ein, als er ist.
- Licht aus schrittweise später legen, etwa 15 Minuten pro Schritt, bis Ihr Kind meist innerhalb von 20 bis 30 Minuten einschläft.
- Die Zeit davor ruhig gestalten: ein kurzes, immer gleiches Ritual von etwa 20 bis 30 Minuten.
- Schläft Ihr Kind mittags in der Kita, braucht es nachts entsprechend weniger Schlaf - auch das kann ein Grund sein.
- Zwei bis drei Wochen ein Schlafprotokoll führen - wann liegt Ihr Kind im Bett, wann schläft es ein, wann wacht es auf? Daran sehen Sie, wie viel Schlaf es wirklich braucht.
Grundlage: BIÖG: Schlafbedarf , BIÖG: Einschlafhilfen , BIÖG: Schlafvoraussetzungen
Der Mittagsschlaf in der Kita kann das Einschlafen am Abend verschieben
Bei Kindern über zwei Jahren hängt ein Mittagsschlaf in Studien beständig mit späterem Einschlafen und kürzerem Nachtschlaf zusammen. Zwischen drei und fünf Jahren hören die meisten Kinder auf, mittags zu schlafen - in der Kita schlafen manche trotzdem, weil die feste Ruhezeit die Gelegenheit gibt. Die Arbeitsgruppe Pädiatrie der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin hält es bei Einschlafproblemen am Abend für vertretbar, den Mittagsschlaf zu verkürzen. Das entscheiden Sie nicht allein, sondern gemeinsam mit der Kita und Ihrem Kind.
- Fragen Sie in der Kita nach, wie lange Ihr Kind schläft und wann es aufwacht. Viele Kitas notieren das.
- Fragen Sie nach Möglichkeiten statt nach einer Regel: etwa Ruhezeit ohne Schlafpflicht, Aufstehen nach einer festen Zeit oder ein kürzerer Schlaf. Manche Kitas wecken grundsätzlich nicht - dann kann eine Wachgruppe die Lösung sein.
- Zwischen dem Ende des Mittagsschlafs und Licht aus sollten möglichst mindestens vier Stunden liegen.
- Schläft Ihr Kind nachts weniger als zehn Stunden, kann der Mittagsschlaf nach derselben Empfehlung auch wichtig sein - dann lieber erst den Abendablauf anpassen.
- Eine Änderung zwei bis drei Wochen ausprobieren und in dieser Zeit ein kurzes Schlafprotokoll führen - dann sehen Sie und die Kita, ob sich etwas verändert.
Grundlage: Thorpe et al. 2015 , Staton et al. 2020 , DGSM 2014 , BIÖG: Schlafvoraussetzungen
Die Uhrzeit passt - der Abendablauf ist der bessere Ansatzpunkt
Die Licht-aus-Zeit liegt im empfohlenen Bereich. Dauert das Einschlafen trotzdem lange oder gibt es Streit, bringt eine noch frühere Zeit meist nichts - ein Kind, das nicht müde ist, schläft auch früher nicht ein. Mehr Aussicht hat ein ruhiger, immer gleicher Ablauf: Regelmäßige Abendroutinen hängen in Studien mit kürzerem Einschlafen und weniger nächtlichem Aufwachen zusammen.
- Ein Ritual von etwa 20 bis 30 Minuten mit wenigen ruhigen Schritten, jeden Abend in derselben Reihenfolge - zum Beispiel Zähneputzen, Vorlesen, Licht aus.
- Eine Stunde vor dem Einschlafen keine Bildschirme und kein wildes Toben mehr.
- Bei der vereinbarten Zeit bleiben und mit einem klaren, freundlichen Schlusswort enden statt mit langen Verhandlungen. Das Bett ist nie eine Strafe.
- Ist Ihr Kind abends regelmäßig gar nicht müde, liegt es vielleicht zu lange im Bett. Ein Schlafprotokoll über zwei bis drei Wochen zeigt, wie viel es wirklich schläft.
Grundlage: Mindell et al. 2015 , BIÖG: Schlafvoraussetzungen , BIÖG: Schlafbedarf
Nachts aufwachen gehört dazu - entscheidend ist das Wiedereinschlafen
Alle Kinder wachen nachts mehrmals kurz auf und schlafen meist von allein wieder ein. Schwierig wird es, wenn ein Kind zum Einschlafen eine bestimmte Hilfe braucht - Herumtragen, Hand halten, Eltern im Bett. Diese Hilfe fordert es dann oft auch nachts ein. Wacht ein Kind, das sonst gut schläft, plötzlich häufig auf, können auch Schmerzen oder ein Infekt dahinterstecken.
- Einschlafhilfen in kleinen Schritten abbauen: Ihr Kind wach ins Bett legen, zunächst am Bett sitzen bleiben und über mehrere Abende weiter abrücken.
- Nachts kurz, ruhig und mit gedämpfter Stimme reagieren, kein helles Licht anmachen und Ihr Kind möglichst im eigenen Bett beruhigen.
- Bei Angst im Dunkeln kann ein kleines Nachtlicht oder eine angelehnte Tür helfen.
- Achten Sie auf Schnarchen, Atempausen oder Anzeichen von Schmerzen - dann gehört die Frage in die Kinderarztpraxis.
Grundlage: BIÖG: Einschlafhilfen , BVKJ 2017 , BIÖG: Nächtliche Ängste , BIÖG: Körperliche Beschwerden
Frühes Aufwachen hat oft mit Licht und Rhythmus zu tun
Die Licht-aus-Zeit liegt im empfohlenen Bereich. Manche Kinder sind von Natur aus Frühaufsteher - morgens früh munter und abends früh müde. Auch Morgenlicht und Geräusche können Kinder früh wecken. Und wer mittags schläft, braucht nachts entsprechend weniger Schlaf.
- Das Kinderzimmer gut abdunkeln, etwa mit einem Verdunkelungsrollo.
- Wenn Ihr Kind mittags in der Kita schläft: mit der Kita über die Dauer sprechen oder Licht aus etwas später legen.
- Zwei bis drei Wochen ein Schlafprotokoll führen und die Schlafzeiten am tatsächlichen Bedarf Ihres Kindes ausrichten.
Grundlage: BIÖG: Schlafbedarf , BIÖG: Schlafvoraussetzungen
Früh wach und rechnerisch zu wenig Schlaf - erst beobachten, dann verschieben
Mit der heutigen Licht-aus-Zeit und dem frühen Aufwachen kommt Ihr Kind rechnerisch auf weniger Schlaf als empfohlen. Naheliegend wäre, es früher ins Bett zu bringen. Das kann aber auch dazu führen, dass es morgens einfach noch früher wach ist - manche Kinder sind von Natur aus Frühaufsteher.
- Das Kinderzimmer gut abdunkeln, etwa mit einem Verdunkelungsrollo - Morgenlicht und Geräusche können Kinder früh wecken.
- Zwei bis drei Wochen ein Schlafprotokoll führen: Wann schläft Ihr Kind ein, wann wacht es auf, wie wirkt es tagsüber?
- Zeigt Ihr Kind Zeichen von Schlafmangel - es ist quengelig, weinerlich oder auffällig unruhig -, Licht aus in einzelnen Schritten von etwa 15 Minuten vorverlegen. Wird dadurch nur das Aufwachen früher, gehen Sie wieder zurück.
Grundlage: BIÖG: Schlafbedarf , BIÖG: Schlafvoraussetzungen , BIÖG: Schlafmangel erkennen
Die Schlafzeit reicht rechnerisch - die Müdigkeit hat vielleicht einen anderen Grund
Rechnerisch hat Ihr Kind genug Zeit zum Schlafen. Ist es trotzdem oft müde, quengelig oder auffallend unruhig, kann es mehr Schlaf brauchen als die Untergrenze der Empfehlung - der Bedarf ist von Kind zu Kind verschieden. Oder der Schlaf ist weniger erholsam, als die Uhrzeit vermuten lässt, zum Beispiel durch nächtliche Atemprobleme oder häufiges Aufwachen.
- Fragen Sie in der Kita nach, wie Ihr Kind vormittags wirkt - Schlafmangel zeigt sich oft zuerst dort.
- Liegt Licht aus deutlich nach dem Startwert, probieren Sie zwei Wochen lang eine frühere Zeit in Richtung Startwert aus.
- Achten Sie nachts auf Schnarchen, Atempausen, Mundatmung oder sehr unruhigen Schlaf.
- Notieren Sie ein bis zwei Wochen lang Schlafzeiten und Auffälligkeiten. Bleibt die Müdigkeit, nehmen Sie die Notizen mit in die Kinderarztpraxis.
- Den Mittagsschlaf nicht eigenmächtig streichen, solange der Grund für die Müdigkeit unklar ist.
Grundlage: BIÖG: Schlafmangel erkennen , BIÖG: Schlafbedarf , BIÖG: Hilfe bei Schlafproblemen , BVKJ 2022 , DGSM 2014
Gut zu wissen
Die Empfehlungen sind Spannen, keine Punktlandung - der Schlafbedarf ist von Kind zu Kind verschieden. Ob die Zeit für Ihr Kind passt, zeigt sich im Alltag: Es schläft meist innerhalb von 20 bis 30 Minuten ein, wird morgens ohne große Mühe wach und ist tagsüber ausgeglichen.
- Feste Zeiten für Licht aus und Aufstehen - auch am Wochenende möglichst nicht mehr als 30 bis 45 Minuten Abweichung.
- Ein kurzes, gleichbleibendes Abendritual und eine Stunde vor dem Einschlafen keine Bildschirme.
- Wenn Ihr Kind mittags in der Kita schläft: Zwischen dem Aufwachen aus dem Mittagsschlaf und Licht aus sollten möglichst mindestens vier Stunden liegen.
Grundlage: BIÖG: Schlafbedarf , BIÖG: Schlafvoraussetzungen , BVKJ 2026
Kein Mittagsschlaf - braucht Ihr Kind ihn noch?
Mit einem Jahr ohne Mittagsschlaf - das ist selten
Vor dem zweiten Geburtstag hören weniger als 3 von 100 Kindern auf, tagsüber zu schlafen. In diesem Alter gehört Schlaf am Tag noch fest dazu. Wirkt Ihr Kind trotzdem ausgeglichen, muss das kein Problem sein - achten Sie aber besonders auf die Zeichen unten.
Mit zwei Jahren ohne Mittagsschlaf - eher früh
Die meisten Zweijährigen schlafen noch mittags, knapp 9 von 10. Bis zum dritten Geburtstag hört etwa jedes dritte Kind damit auf. Ist Ihr Kind ohne Mittagsschlaf ausgeglichen, ist das in Ordnung.
Mit drei Jahren ohne Mittagsschlaf - das ist häufig
Mit drei Jahren macht ungefähr jedes zweite Kind noch Mittagsschlaf, die andere Hälfte nicht mehr. Beides ist normal.
Mit vier Jahren ohne Mittagsschlaf - das ist normal
Mit vier Jahren schläft nur noch etwa jedes dritte Kind mittags. Bis zum fünften Geburtstag haben rund vier von fünf Kindern damit aufgehört.
Ab fünf Jahren ohne Mittagsschlaf - das ist die Regel
Ab fünf Jahren schlafen in Mitteleuropa weniger als 1 von 10 Kindern noch mittags. Dass Ihr Kind keinen Mittagsschlaf mehr macht, ist also typisch.
Die Zahlen schwanken zwischen Studien und Ländern stark - wann ein Kind aufhört, ist sehr individuell. Ob Ihr Kind noch eine Pause braucht, zeigt es am besten selbst.
Zeichen, dass Ihr Kind noch eine Pause braucht
- Es wacht gut gelaunt auf, wird aber im Lauf des Tages weinerlich und launisch.
- Morgens hat es mehr Geduld als am Nachmittag.
- Am Nachmittag oder frühen Abend gibt es einen Tiefpunkt - danach dreht es noch einmal auf.
- Es gähnt, reibt sich die Augen oder regt sich beim Zubettgehen auf.
- Es schläft häufig im Auto oder vor dem Fernseher ein.
Zeichen, dass es ohne gut zurechtkommt
- Es schläft mittags nicht oder erst sehr spät ein, auch wenn es die Gelegenheit hat.
- Ohne Mittagsschlaf ist es ausgeglichen und nicht auffällig müde.
Ihr Kind liegt rechnerisch unter der empfohlenen Schlafmenge. Dann ist eine Ruhezeit oder ein Mittagsschlaf besonders einen Versuch wert - Kinder mit weniger als zehn Stunden Nachtschlaf profitieren laut der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin eher davon.
Erkennen Sie Ihr Kind eher in der ersten Liste, sprechen Sie mit der Kita über eine Ruhezeit am Mittag. Schlafen muss Ihr Kind dabei nicht - Schlaf lässt sich nicht erzwingen.
Zeigt Ihr Kind deutliche Müdigkeit, lassen Sie es schlafen, wenn es möchte. Ohne Mittagsschlaf braucht es den ganzen Schlaf in der Nacht - genau so hat der Rechner gerechnet.
Grundlage: Staton et al. 2020 , BIÖG: Schlafbedarf , DGSM 2014
Wann Sie ärztlichen Rat holen sollten
Der Rechner gibt eine Orientierung für gesunde Kinder und stellt keine Diagnose. Sprechen Sie mit Ihrer Kinderarztpraxis, wenn
- Sie nachts Atempausen oder eine auffällig angestrengte Atmung bemerken - dann bitte umgehend,
- Ihr Kind regelmäßig schnarcht, besonders zusammen mit Mundatmung, sehr unruhigem Schlaf oder Müdigkeit am Tag,
- Ein- oder Durchschlafprobleme über etwa einen Monat an drei oder mehr Nächten pro Woche bestehen oder die Familie stark darunter leidet,
- Ihr Kind regelmäßig schlafwandelt, Nachtschreck fast jede Nacht vorkommt oder sich Ihr Kind dabei verletzen könnte,
- Ihr Kind tagsüber trotz genug Schlafzeit sehr müde, ungewöhnlich unruhig oder niedergeschlagen wirkt.
Schlafmittel und Melatonin bitte nur nach ärztlicher Beratung geben.
Grundlage: BIÖG: Hilfe bei Schlafproblemen , BIÖG: Körperliche Beschwerden , BIÖG: Probleme des kindlichen Schlafs , BIÖG: Albträume und Nachtschreck , BVKJ 2022
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So rechnet der Rechner
Grundlage sind die Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation und der amerikanischen Fachgesellschaft für Schlafmedizin. Beide geben an, wie viel Schlaf Kinder in 24 Stunden brauchen - Nacht und Mittagsschlaf zusammen.
| Alter | Schlaf in 24 Stunden | Quelle |
|---|---|---|
| 1 bis 2 Jahre | 11 bis 14 Stunden | AASM 2016, WHO 2019 |
| 3 bis 4 Jahre | 10 bis 13 Stunden | AASM 2016, WHO 2019 |
| 5 Jahre | 10 bis 13 Stunden | AASM 2016 |
| 6 Jahre | 9 bis 12 Stunden | AASM 2016 |
Bis fünf Jahre schließen die Empfehlungen den Mittagsschlaf ausdrücklich ein. Der Rechner zieht ihn deshalb vom Bedarf ab: Was übrig bleibt, braucht Ihr Kind nachts. Für Sechsjährige gilt die Empfehlung ohne diesen Zusatz - dort plant der Rechner die ganze Spanne für die Nacht. Von der Aufstehzeit aus rechnet er rückwärts und plant etwa 20 Minuten zum Einschlafen ein. So entsteht der empfohlene Bereich für Licht aus. Der Startwert ist die Mitte dieses Bereichs - ein guter Ausgangspunkt, kein Muss.
Der volle Abzug des Mittagsschlafs ist eine Vereinfachung: Studien zeigen, dass ein Mittagsschlaf den Nachtschlaf oft nur teilweise verkürzt, vor allem bei Kindern unter drei Jahren. Bei jüngeren Kindern mit langem Mittagsschlaf kann der Bedarf in der Nacht deshalb höher sein, als der Rechner annimmt.
Liegt die heutige Zeit außerhalb des empfohlenen Bereichs, schlägt der Rechner einen Umstellungsplan vor: in Schritten von etwa 15 Minuten, jeder Schritt für 2 Tage, bis Licht aus etwa 30 Minuten innerhalb des Bereichs liegt. Schrittgröße und Tempo sind ein Vorschlag aus der Praxis, keine feste Regel.
Kinder sind unterschiedlich. Ob die Zeit passt, zeigt Ihr Kind: Schläft es meist innerhalb von etwa 20 bis 30 Minuten ein, wacht es morgens von allein auf und ist es tagsüber ausgeglichen, stimmt die Richtung.
Der Rechner ersetzt keine ärztliche Beratung. Er gibt eine pädagogische Orientierung für gesunde Kinder.
Quellen
- Weltgesundheitsorganisation (WHO) (2019): Guidelines on physical activity, sedentary behaviour and sleep for children under 5 years of age
- Paruthi et al., Journal of Clinical Sleep Medicine 12(6) (2016): Recommended Amount of Sleep for Pediatric Populations: A Consensus Statement of the American Academy of Sleep Medicine
- Sleep Medicine Reviews 16(3) (2012): Normal sleep patterns in infants and children: a systematic review of observational studies
- Archives of Disease in Childhood 100(7) (2015): Napping, development and health from 0 to 5 years: a systematic review
- Sleep Medicine Reviews 50 (2020): Many naps, one nap, none: A systematic review and meta-analysis of napping patterns in children 0-12 years
- SLEEP 38(5) (2015): Bedtime routines for young children: a dose-dependent association with sleep outcomes
- Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM) (2014): Empfehlungen der Arbeitsgruppe Pädiatrie zum Mittagsschlaf im Kindergarten
- Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG), kindergesundheit-info.de (2025): Von Schlafbedarf und Schlafdauer
- Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG), kindergesundheit-info.de (2025): Schlafvoraussetzungen für das Kind
- Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG), kindergesundheit-info.de (2025): Ungünstige Einschlafhilfen
- Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG), kindergesundheit-info.de (2025): Schlafmangel erkennen
- Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG), kindergesundheit-info.de (2025): Nächtliche Ängste bei Kindern
- Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG), kindergesundheit-info.de (2025): Körperliche Beschwerden können den Schlaf stören
- Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG), kindergesundheit-info.de (2025): Probleme des kindlichen Schlafs
- Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG), kindergesundheit-info.de (2025): Hilfe bei hartnäckigen Schlafproblemen
- Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG), kindergesundheit-info.de (2025): Albträume, Nachtschreck und Schlafwandeln
- Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ), kinderaerzte-im-netz.de (2026): Vorbereitung auf die Zeitumstellung
- Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ), kinderaerzte-im-netz.de (2017): Kleinkinder können mithilfe von Routinen leichter ein- und durchschlafen
- Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ), kinderaerzte-im-netz.de (2022): Nächtliche Atemaussetzer und Schnarchen können auch bei Kindern Risiko für Bluthochdruck erhöhen
Stand: 15.10.2026